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Die Kunst der Verwandlung



Gemeinsam mit Jane Doom haben wir ein Verwandlungsprojekt im Mädchen*treff gestartet. Ziel war es, sich in etwas oder jemand anderes verwandeln.

Was uns zunächst sehr schwer viel, aus der eigenen Rolle heraus schlüpfen, anders sein, aufzufallen, ging dann doch ganz leicht. Erstaunlich war zu beobachten, wie sich mit jeder Schicht Make - up und jedem neuen Kleidungsstück, unsere Art zu gehen, den Körper zu bewegen, in die Kamera zu blicken, verändert hat.


Bei einem anschließenden Fotoshooting haben wir versucht, vermeintlich typisch weibliche und typisch männliche Posen und Gesten zu imitieren. Wie drückt sich "Weiblichkeit" oder "Männlichkeit" auf körperlicher Ebene aus? Ohne zuvor darüber gesprochen zu haben, wussten wir alle, wie das "typisch" Weibliche und das "typisch" Männliche in seiner Übertreibung funktionieren kann. Weiblichkeit in Bezug auf den Körper wird oft verbunden mit einer sexy Pose, wenig raumeinnehmend, verschränkte Beine, seitlich stehend, lächelnd, dargestellt. Männliche Körper sind oft frontal, direkt, stark, von oben auf die Kamera blickend dargestellt, die Posen: breite Beine, verschränkte Arme.

Auch wir kennen beide Weisen den Körper zu benutzen intuitiv. Doch durch das Verwandeln, durch das Übertreiben der Stereotype wird deutlich: es gibt kein Original - Weiblich oder Männlich - alles ist Performance. Auch typisch weibliche Verhaltensweisen werden also immer wieder aktiv her- und dargestellt, durch uns selbst.


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